Eröffnung Kultursommer: Sonntag | 2. Mai | 13 Uhr | Pfalztheater Kaiserslautern, Großes Haus
Zwischen Stummfilm, Minimal Music und Uraufführung: junge Klänge für die „Goldenen 20er“
Mit einem vielseitigen Programm zwischen historischer Avantgarde und aktueller Klangkunst gestaltet das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar (JENM) die Eröffnung des diesjährigen Kultursommers mit und greift dessen Motto „Goldene 20er Jahre“ auf.
Im Zentrum des Beitrags des JENM steht die Uraufführung eines Werks von Daniel Roth: Mit „Das Triadische Ballett" (2026) knüpft der Akkordeonist und Komponist – zugleich Schirmherr des „Instruments des Jahres 2026“ für das Saarland – an die avantgardistischen Impulse der 1920er Jahre an und entwickelt daraus eine eigenständige, zeitgenössische Klangsprache, die Raum, Farbe und Bewegung einbezieht.
Einen besonderen Akzent setzen außerdem die Live-Vertonungen zweier Stummfilme der französischen Filmpionierin Germaine Dulac, „Thèmes et variations“ (1928) und „Disque 957“ (1928): Die Verbindung von Film und Live-Musik eröffnet neue Zugänge zu den experimentellen Bildwelten jener Zeit.
Abgerundet wird das Programm durch „In C“ (1964) von Terry Riley, einem Schlüsselwerk der Minimal Music, das mit seiner offenen Struktur und rhythmischen Anlage einen reizvollen Kontrast zu den historischen Bezügen setzt.
Unter der künstlerischen Leitung von Eva Zöllner (Akkordeon) und Stefan Kohmann (Schlagzeug) bringt das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar somit eine eigenständige Perspektive in das Programm ein und lädt dazu ein, die „Goldenen 20er Jahre“ aus heutiger Sicht neu zu entdecken.
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